News

24-08-2010 Grünes Licht für den Jungfrau Marathon

Die Verletzung hat sich um einige Wochen hinausgezögert. So konnte ich schlussendlich Anfangs Juli mit lockeren Einheiten beginnen und steigerte die Intensität erst Ende Juli. Meinen ersten 2-Stünder machte ich dann jedoch bereits am 29.07.10 auf den Monte Bar im Tessin. Während den Ferien im Tessin trainierte ich vorwiegend mit meiner Frau im Ausdauerbereich, damit ich mein Bein etwas schonen konnte. Nun geht die Ausdauer- und Intensitätsphase langsam zu Ende und es beginnt die Regeneration. In der kurzen Vorbereitungsphase konnte ich mich wieder auf ein gutes Niveau hocharbeiten und bin sehr zuversichtlich, dass diesmal nichts mehr im Wege steht für eine Zeit um 3:15 h. Bei herrlichem Wetter lief ich am Samstag den 2. Teil von Lauterbrunnen auf die kleine Scheidegg ab. Dei Zeit kommuniziere ich hier natürlich nicht, das bleibt mein Geheimnis ;-). - Sie war schnell... Wenn ich den Halbmarathon in 1:20 h laufe und dann so hoch, tja. Obschon ich bereits jetzt etwas nervös bin, freue ich mich auf den 11.09.

 


 

20-05-2010 Verletzungsbedingte Absage für den GP Bern

Der GP war mein grosses Ziel im Jahr 2010, doch nun muss ich definitiv Forfait geben für die 10 schönsten Meilen. Bereits 2 Wochen nach dem Kerzerslauf verspürte ich Schmerzen im Sprunggelenk und der Knochenhaut am Schienbein. Ich legte sogleich eine Woche Laufpause ein, die Schmerzen tauchten jedoch schon bei geringer Belastung wieder auf. Letzte Woche probierte ich zu Joggen - ohne Erfolg. Bereits nach dem zweiten Mal (15 min) tauchten Schmerzen an der Knochenhaut auf und ich musste mein Unterfangen abbrechen. Da ich jetzt als AHV-Sportler unterwegs bin, verzichtete ich auf ein MRI um eine genaue, ärtzliche Diagnose zu stellen. Es scheint, als wäre das ein Ermüdungsbruch wie ich es zu Beginn meiner Duathlonkarriere 3 Mal erlebt habe... Schade schade, dass ich wieder nicht dabei sein kann. Der GP fehlt mir halt schon noch in meinem Palmares ;-). Ich werde nun nochmals etwa 10 Tage warten müssen, bis das verheilt sein wird. Man rechnet mit etwa 8 Wochen. Leider ist die Vorbereitungszeit für den Jungfraumarathon auch nicht mehr so lange. Wenn alles rund läuft genau 3 Monate!

 


 

20-03-2010 Kerzerslauf, auf dem Podest mit Viktor Rötlin

So, die erste Standortbestimmung habe ich gemacht. Als Kategorien Dritter (overall 20.)landete ich sogar noch auf dem Podest, zuoberst stand kein anderer als Viktor Röthlin. Ich habe zwar 2 min verloren und war noch nicht ganz auf dem gewünschten Niveau, aber dennoch muss ich mit der Zeit von 50:46 grundsätzlich zufrieden sein. Ich war seit Dezember so alle 2-3 Wochen krank und konnte mich nicht gut vorbereiten. Auch jobmässig war ich oft unterwegs, da war das Training zweitrangig. Jetzt muss ich meinen starken Muskelkater auskurieren, danach beginne ich mit dem Aufbau für den GP, damit ich dort eine gute Falle mache ;-)

Swiss Runners Magazin


Januar 2010 - Rücktritt vom Spitzensport

Ich habe es ja bereits Anfangs 2009 vorausgesagt... 12 Jahre Spitzensport sind genug- das wird meine letzte Saison sein! Geglaubt hat es mir wohl niemand ;-) Ich dachte, der Abschied würde mir etwas einfacher fallen. Die langwierige Verletzung nach dem Jungfrau Marathon war im Nachhinein gut um etwas Abstand zu gewinnen. Ich weiss nicht, wie ich es sonst angestellt hätte. Aber irgend wann muss man einen Schlussstrich ziehen und sich umorientieren. Es viel mir von Jahr zu Jahr schwerer, mich seriös auf die Wettkampfsaison vorzubereiten. Nicht dass mein Ehrgeiz kleiner wurde, nein, ich setzte die Prioritäten  andersweitig. Es war jedoch spannend, mit wie wenig Aufwand ich noch vorne mitmischen konnte. Es gab, ausser dem Trainingslager, wohl keine Woche wo ich über 10 h Trainierte. Tja, nun bin ich Hobbysportler mit einem Wochenpensum von etwa 30-40 Laufkilometer und am Wochenende wenns schön ist bin ich noch auf dem Rad. Ganz ohne Sport und sportliche Highlights kann ich selbstverständlich nicht sein. Für den GP Bern und den Jungfrau Marathon bin ich bereits gemeldet. Für diese Anlässe möchte ich mich aber nochmal etwas auf Vorderman bringen ;-). Ich bin gespannt was da noch zu machen ist in meinem hohen Alter.

Schlussendlich darf ich aber auf eine tolle Karriere zurückblicken. Auch wenn mir ein paar Dinge verwehrt geblieben sind. Im Jahre 1997 schaffte ich, zusammen mit meinem Bruder, nach drei Jahren Amateur den Sprung ins Lager der Eliteamateure. Leider gelang uns der Sprung während der Ära Zülle, Järmann, Camenzind, etc. ins Profilager nicht. Ein Elitesieg, Podestplätze und viele schöne Erinnerungen waren meine Errungenschaft in meiner 5-jährigen Karriere. 2002 hatte ich genug vom Radsport. Ich bestritt im Herbst nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber auf der WM-Strecke von 2003 in Affoltern a. Albis einen Test-Duathlon. Mein 3. Rang ohne Laufkilometer war ausschlaggebend, dass ich noch im 2002 ins WM-Kader und später ins Nationalkader aufgenommen wurde. Auf der schwierigen Strecke schaffte ich es auf Anhieb in die top20. Es folgten diverse gesundheitliche Rückschläge. 3 Ermüdungsbrüche bremsten mich aus. Ich gab nicht auf und 2006 gelang mir die beste Saison als Duathlet. 2 Sekunden fehlten mir in Cornerbrook auf die WM-Bronzenmedaille. An der Langdistanz-WM in Frederica lief ich auf Platz 8 und am Powerman Zofingen klassierte ich mich auf Rang 4. Dazu kam der Gesamtsieg im Swiss- Duathlon Cup und ITU Worldranking Platz 4 sowie Powerman-Ranking Platz 2 hinter Vansteelant. 2007 gewann ich mit Andy Sutz und Stephan Wenk die Bronzenmedaille im Teamwettkampf an der EM in Edinburgh. Dazu kommen über die 7 Jahre Duathlon einige Cupsiege und 3x SM-Bronze. Ich könnte da fast ein Buch schreiben von meinen Erlebnissen.

Auf diesem Weg möchte ich mich nochmals bei Allen bedanken, welche mich während der Karriere Unterstützt, gefördert, aufgebäpelt und motiviert haben. Ohne jedes Puzzleteilchen wäre ich nicht da gelandet. Es war eine schöne aber auch anstrengende Zeit ohne viel Freizeit und Vergnügen. Stolz bin ich auch, dass ich alles neben meinem 100%-Job unter einen Hut brachte. Klar, man sagt immer im Nachhinein, hätte man doch... Aber für mich stimmt es!