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News 2010

14-11-2010 Schweizer Post Crossmeister 2010

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Am internationalen Cross in Biel sicherte ich mir mit dem 4. Kategorienrang den Post Schweizermeistertitel im Cross. Bei herrlichem Wetter startete ich am Sonntag zum Bieler Cross über 8 km. Auf dem coupierten Gelände ging die Post bereits vom Startschuss an ab! Ich versuchte einigermassen dran zu bleiben, die Spitze war jedoch zu schnell unterwegs. Der in der Schweiz lebende Sieger von Kerzers und taubstumme Daniel Kiptun war eine Klasse für sich. Ich war bei meinem Abschlussrennen 2010 nicht mehr voll im Saft und musste Runde für Runde ein paar Sekunden lassen. Mit einer Schlusszeit von 25:40 min klassierte ich mich overall auf Rang 12. Als Schweizermeister darf ich nun im kommenden März in Luxenburg die schweizer Farben an den internationalen Meisterschaften 10 km Strasse vertreten.

Rangliste


30-10-2010 7. Rang am Glarner Stadtlauf

Bei sommerlichen Temperaturen um beinahe 20° C startete ich am Samstag in meiner Heimat am Glarner Stadtlauf. Obschon ich seit ca. 1 Monat an einer Knieverletzung herumdökterle, reiste ich voller Zuversicht nach Glarus. Meine Form war trotz der Pausen und Nachwehen vom Jungfrau nicht schlecht, jedoch auch nicht top. So startete ich etwas verhaltener als normal ;-). 2 Runden lang konnte ich einigermassen mit der Spitzengruppe mithalten, danach verschärften sie das Tempo und ich spürte langsam, dass mein Stehvermögen nachliess... Ich biss durch und erreichte mit einem KM-Schnitt von 3:08 min und einer Endzeit von 24:41 min über 7.85 km  overall den 7. Schlussrang. Das war knapp 20 sec. langsamer als meine Bestzeit aus dem Jahre 2008.

Da mein Knie immer noch nicht so will wie ich möchte, verzichte ich auf die Gurtenclassic vom kommenden Sonntag. Ich vertrage keine Belastungen über 40 min und schon gar nicht bergauf! Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Beschwerden endlich abklingen und ich normal trainieren kann. Am 14. November möchte ich an den Schweizerischen Post Crossmeisterschaften in Biel starten und evtl. am 20.11. an der Corrida Bulloise. Danach ist Schluss mit Wettkämpfen und ich gehe in den Winterschlaf.

Rangliste


11-09-2010 24. Rang in 3:26h am Jungfrau Marathon

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Schöner hätte der Herbsttag nicht sein können. Es war einfach ein Traum... Super Fernsicht und schon sommerliche Temperaturen herrschten auf der kleinen Scheidegg. Dies entschädigte auch die Strapazen, welche auf den 42 km wohl alle Läuferinnen und Läufer über sich ergehen lassen mussten. Wobei, viel von der tollen Aussicht sah ich nicht! Denn ab Wengen musste ich leiden... Nun aber der Reihe nach: Schon nach dem Startschuss ging die Post ab. Es bildete sich rasch eine rund 20 köpfige Spitzengruppe - ich lief ganz am Schluss mit. Denn die ersten 2 km lief ich in 6:30, nicht daran zu denken, was die Kenianer an der Spitze für Zeiten liefen :-) Ca. km 5 liess ich abreissen und lief mein eigenes Tempo nach Lauterbrunnen. Durchgangszeit Halbmarathon 1:17:16 h (Rang 19), wie ich in etwa vor hatte. Leider bekam ich ab rund 15 km Listenprobleme, welche mir etwas Kummer machten. Um Kräfte zu sparen, lief ich die Steigung nach Wengen. Ich verlor keinen Platz und auch nur wenige Minuten gegenüber der Spitze. Der Fahrplan stimmte immer noch, ich lag etwa 8 min hinter des Gewinners. Leider war Ausgangs Wengen fertig lustig! Die Liste schmerzte je länger je mehr und die Kraft schwand. Bis zur Wengenalp musste ich grösstenteils marschieren. Auf den flachen Passagen konnte ich wieder in den Laufschritt wechseln. Zum Glück kam bald das Wixi und die Moräne! Dort konnte ich wieder etwas zulegen und mit der 29. Abschnittszeit verlor ich keine weiteren Plätze mehr. Leider konnte ich durch den Hänger im 3. Abschnitt meine Zielzeit von 3:15 nicht ganz erreichen. Dennoch muss ich mit meiner Leistung zufrieden sein - in Anbetracht meiner äusserst kurzen Vorbereitungszeit von gut einem Monat. Am Schluss fehlten einfach die Kilometer. Ich hoffe, dieses Jahr das Lehrgeld bezahlt zu haben und kann das nächste Jahr zuschlagen ;-). Ein herzliches Dankeschön möchte ich an dieser Stelle noch meinem Verpflegungsteam aussprechen!!

Rangliste

Hier gibts den Bericht des Schweizer Sportfernsehens (Swiss Runners Magazin vom 14.09.10)


24-08-2010 Grünes Licht für den Jungfrau Marathon

Die Verletzung hat sich um einige Wochen hinausgezögert. So konnte ich schlussendlich Anfangs Juli mit lockeren Einheiten beginnen und steigerte die Intensität erst Ende Juli. Meinen ersten 2-Stünder machte ich dann jedoch bereits am 29.07.10 auf den Monte Bar im Tessin. Während den Ferien im Tessin trainierte ich vorwiegend mit meiner Frau im Ausdauerbereich, damit ich mein Bein etwas schonen konnte. Nun geht die Ausdauer- und Intensitätsphase langsam zu Ende und es beginnt die Regeneration. In der kurzen Vorbereitungsphase konnte ich mich wieder auf ein gutes Niveau hocharbeiten und bin sehr zuversichtlich, dass diesmal nichts mehr im Wege steht für eine Zeit um 3:15 h. Bei herrlichem Wetter lief ich am Samstag den 2. Teil von Lauterbrunnen auf die kleine Scheidegg ab. Dei Zeit kommuniziere ich hier natürlich nicht, das bleibt mein Geheimnis ;-). - Sie war schnell... Wenn ich den Halbmarathon in 1:20 h laufe und dann so hoch, tja. Obschon ich bereits jetzt etwas nervös bin, freue ich mich auf den 11.09.


20-05-2010 Verletzungsbedingte Absage für den GP Bern

Der GP war mein grosses Ziel im Jahr 2010, doch nun muss ich definitiv Forfait geben für die 10 schönsten Meilen. Bereits 2 Wochen nach dem Kerzerslauf verspürte ich Schmerzen im Sprunggelenk und der Knochenhaut am Schienbein. Ich legte sogleich eine Woche Laufpause ein, die Schmerzen tauchten jedoch schon bei geringer Belastung wieder auf. Letzte Woche probierte ich zu Joggen - ohne Erfolg. Bereits nach dem zweiten Mal (15 min) tauchten Schmerzen an der Knochenhaut auf und ich musste mein Unterfangen abbrechen. Da ich jetzt als AHV-Sportler unterwegs bin, verzichtete ich auf ein MRI um eine genaue, ärtzliche Diagnose zu stellen. Es scheint, als wäre das ein Ermüdungsbruch wie ich es zu Beginn meiner Duathlonkarriere 3 Mal erlebt habe... Schade schade, dass ich wieder nicht dabei sein kann. Der GP fehlt mir halt schon noch in meinem Palmares ;-). Ich werde nun nochmals etwa 10 Tage warten müssen, bis das verheilt sein wird. Man rechnet mit etwa 8 Wochen. Leider ist die Vorbereitungszeit für den Jungfraumarathon auch nicht mehr so lange. Wenn alles rund läuft genau 3 Monate!


20-03-2010 Kerzerslauf, auf dem Podest mit Viktor Rötlin

So, die erste Standortbestimmung habe ich gemacht. Als Kategorien Dritter (overall 20.)landete ich sogar noch auf dem Podest, zuoberst stand kein anderer als Viktor Röthlin. Ich habe zwar 2 min verloren und war noch nicht ganz auf dem gewünschten Niveau, aber dennoch muss ich mit der Zeit von 50:46 grundsätzlich zufrieden sein. Ich war seit Dezember so alle 2-3 Wochen krank und konnte mich nicht gut vorbereiten. Auch jobmässig war ich oft unterwegs, da war das Training zweitrangig. Jetzt muss ich meinen starken Muskelkater auskurieren, danach beginne ich mit dem Aufbau für den GP, damit ich dort eine gute Falle mache ;-)

Swiss Runners Magazin


Januar 2010 - Rücktritt vom Spitzensport

Ich habe es ja bereits Anfangs 2009 vorausgesagt... 12 Jahre Spitzensport sind genug- das wird meine letzte Saison sein! Geglaubt hat es mir wohl niemand ;-) Ich dachte, der Abschied würde mir etwas einfacher fallen. Die langwierige Verletzung nach dem Jungfrau Marathon war im Nachhinein gut um etwas Abstand zu gewinnen. Ich weiss nicht, wie ich es sonst angestellt hätte. Aber irgend wann muss man einen Schlussstrich ziehen und sich umorientieren. Es viel mir von Jahr zu Jahr schwerer, mich seriös auf die Wettkampfsaison vorzubereiten. Nicht dass mein Ehrgeiz kleiner wurde, nein, ich setzte die Prioritäten  andersweitig. Es war jedoch spannend, mit wie wenig Aufwand ich noch vorne mitmischen konnte. Es gab, ausser dem Trainingslager, wohl keine Woche wo ich über 10 h Trainierte. Tja, nun bin ich Hobbysportler mit einem Wochenpensum von etwa 30-40 Laufkilometer und am Wochenende wenns schön ist bin ich noch auf dem Rad. Ganz ohne Sport und sportliche Highlights kann ich selbstverständlich nicht sein. Für den GP Bern und den Jungfrau Marathon bin ich bereits gemeldet. Für diese Anlässe möchte ich mich aber nochmal etwas auf Vorderman bringen ;-). Ich bin gespannt was da noch zu machen ist in meinem hohen Alter.

Schlussendlich darf ich aber auf eine tolle Karriere zurückblicken. Auch wenn mir ein paar Dinge verwehrt geblieben sind. Im Jahre 1997 schaffte ich, zusammen mit meinem Bruder, nach drei Jahren Amateur den Sprung ins Lager der Eliteamateure. Leider gelang uns der Sprung während der Ära Zülle, Järmann, Camenzind, etc. ins Profilager nicht. Ein Elitesieg, Podestplätze und viele schöne Erinnerungen waren meine Errungenschaft in meiner 5-jährigen Karriere. 2002 hatte ich genug vom Radsport. Ich bestritt im Herbst nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber auf der WM-Strecke von 2003 in Affoltern a. Albis einen Test-Duathlon. Mein 3. Rang ohne Laufkilometer war ausschlaggebend, dass ich noch im 2002 ins WM-Kader und später ins Nationalkader aufgenommen wurde. Auf der schwierigen Strecke schaffte ich es auf Anhieb in die top20. Es folgten diverse gesundheitliche Rückschläge. 3 Ermüdungsbrüche bremsten mich aus. Ich gab nicht auf und 2006 gelang mir die beste Saison als Duathlet. 2 Sekunden fehlten mir in Cornerbrook auf die WM-Bronzenmedaille. An der Langdistanz-WM in Frederica lief ich auf Platz 8 und am Powerman Zofingen klassierte ich mich auf Rang 4. Dazu kam der Gesamtsieg im Swiss- Duathlon Cup und ITU Worldranking Platz 4 sowie Powerman-Ranking Platz 2 hinter Vansteelant. 2007 gewann ich mit Andy Sutz und Stephan Wenk die Bronzenmedaille im Teamwettkampf an der EM in Edinburgh. Dazu kommen über die 7 Jahre Duathlon einige Cupsiege und 3x SM-Bronze. Ich könnte da fast ein Buch schreiben von meinen Erlebnissen.

Auf diesem Weg möchte ich mich nochmals bei Allen bedanken, welche mich während der Karriere Unterstützt, gefördert, aufgebäpelt und motiviert haben. Ohne jedes Puzzleteilchen wäre ich nicht da gelandet. Es war eine schöne aber auch anstrengende Zeit ohne viel Freizeit und Vergnügen. Stolz bin ich auch, dass ich alles neben meinem 100%-Job unter einen Hut brachte. Klar, man sagt immer im Nachhinein, hätte man doch... Aber für mich stimmt es!